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Aktuelles aus dem Pfarrverband

Frohe Botschaft zum Vierten Advent: :Das Bestehen der Stommelner Bücherei ist - zunächst - gesichert

Unter anderem aktiv in der Gruppe
Der enorme und außerordentliche Einsatz der gesamten Gemeinschaft rund um die Öffentliche Bücherei St. Martinus Stommeln hat sowohl das Generalvikariat in Köln als auch die Stadt Pulheim zu intensiven Beratungen veranlasst, die Bücherei für die kommenden Jahre so zu erhalten, wie wir sie kennen: als gemeinsames Projekt von Kirche und Stadt, getragen von der Kirchengemeinde St. Martinus. 
Datum:
19. Dez. 2021
Von:
Janine Schiller

Die Kirchengemeinde hat über ihre Gremien - Kirchenvorstand, Ortsausschuss und Pfarrgemeinderat - gemeinschaftlich alle Initiativen aufgegriffen und unterstützt, um mit unserer Büchereileiterin Frau Göhler möglichst viele Hebel in Bewegung zu setzen für die Rettung unserer Bücherei. 

Allererster Dank gilt hierfür allen, die für die Bücherei eingetreten sind und sich beim Erzbistum stark gemacht haben für den Erhalt des Büchereibetriebs unter hauptamtlicher Leitung in der Trägerschaft der Pfarrgemeinde. Wir alle haben die Aktionen vor Augen: gemeinschaftlicher Protest, einzelne Protestschreiben, Kinder und Erwachsene – das Spektrum der Engagierten war riesengroß. 

Dieser Protest aus Stommeln wurde in Köln sehr deutlich wahrgenommen.

So rollte die Rettungsoperation an, wir hatten im Erzbistum kooperative Unterstützer, vor allem in Person des Leiters der zuständigen Fachabteilung Peter Scharr, gleichzeitig aber auch in Person des damaligen Weihbischofs Rolf Steinhäuser. 

Besonderer Dank gilt der Stadt Pulheim und Bürgermeister Frank Keppeler, der sich persönlich eingebracht und entsprechende Gespräche geführt hat. Gemeinsam mit seinem Büro unter Leitung von Ruth Henn haben wir eine konstruktive Lösung für die Bücherei erarbeitet: Die Stadt war gewillt, ihren Anteil an der Förderung zu erhöhen, um der Kirchengemeinde die Trägerschaft weiter zu ermöglichen. 

Im Zuge dieses Verfahrens erwies sich die Zuverlässigkeit des städtischen Rechtsamts: Bei der Prüfung des bestehenden Vertrages wurde bemerkt, dass die vom Generalvikariat verlangte fristgerechte Kündigung bzw. Änderung des Vertrags erst in 2025 fällig wird. Mit dem 1.1.2022 beginnt die fünfjährige Fortsetzung des bestehenden Vertrages, der bereits in 2020 hätte gekündigt werden müssen. Die Ankündigungen des Erzbistums, die Gelder zu kürzen, gingen von der Kündigungsfrist bis Ende 2021 aus und der Einstellung der finanziellen Förderung in 2023 – daher unser vermeintlicher Handlungsbedarf.

Wir stehen also vor einer neuen, nämlich der alten Situation: wir haben einen rechtsgültigen Vertrag, das Bistum wird uns weiter unterstützen, wie der Vertrag das vorsieht und damit auch die professionelle Leitung der Bücherei sichern – gemeinsam mit der Stadt, die ihren Einsatz jetzt nicht erhöhen muss. 

Der Tag der Neuausrichtung ist aufgeschoben, nicht aufgehoben: 2025 stehen wir vor der Frage, wie es mit der Bücherei in den Händen der Kirche weitergeht. Aber die Grundvoraussetzungen, die das Erzbistum uns dann vorgeben wird, kennen wir nicht. Allerdings kennt das Bistum dank Ihres Einsatzes den Willen und das Engagement der Stommelner Bevölkerung für ihre Bücherei. 

Sehen wir alle Aktionen als Investition in die Zukunft. Wir haben Zeit uns vorzubereiten und sind gespannt, wie das Erzbistum sich in den kommenden Jahren aufstellen wird.